FSB Flash Oktober 2006

 

Anpassung der Flotte und der Versicherung 

 

Liebe Pilotinnen und Piloten

Liebe Kundinnen und Kunden

 

Mit unseren letzten beiden Mails informierten wir Sie über die Unfälle bzw. Vorfälle mit der LTA und der OXL sowie über den Hangarierungsschaden der KOI. Ausserdem äusserten wir uns zum Aspekt der Sorgfaltspflicht.

In der Zwischenzeit ist als eine erste Massnahme der neue Mietvertrag/die Fluganmeldung in Kraft gesetzt worden.

 

Leider müssen wir Sie wiederum über 2 Vorfälle informieren:

Kurz nach deren Wiederinbetriebnahme passierte der nächste Vorfall mit der KOI; diesmal beim Start. Ergebnis: beschädigter Propeller.

Praktisch gleichzeitig ereignete sich mit der Cap 10 SAS ein Landeunfall. Ergebnis: beschädigter linker Flügel.

 

Wir haben die Situation wiederum analysiert und sind zu den folgenden Schlüssen gekommen:

Die Unfallserie betrifft ausnahmslos Flugzeuge, die im Vergleich zu den Warrior, Archers und Arrows schwieriger oder komplexer zu fliegen bzw. zu landen und/oder zu handeln sind (Heckrad, Twin). Wir sind überzeugt, dass die Hauptursache für diese Unfälle/Vorfälle neben der mangelnden Sorgfalt vor allem das mangelnde Flugtraining ist. Die gestiegenen Flugstundenpreise in Kombination mit den lascheren JAR-Regelungen betreffend Stundenminima (Block- anstatt Flugstunden, nur noch 12 Blockstunden im 2. Jahr) sowie die Sicherheitskosten auf dem EAP führten logischer- und auch verständlicherweise bei den gegebenen finanziellen Möglichkeiten der Mehrzahl der PilotInnen zu einer Reduktion der effektiv geflogenen Stunden. Resultat: Trainingsmangel.

 

Wir haben entschieden, bei der FSB die Flotte auf robuste, gutmütige und wenig komplexe Flugzeuge zu beschränken. Es sind dies die Cadet/Warriors, Archers, Arrows sowie die Cessna 172S und auf Zusehen hin der American Trainer KOI als einziges Heckradflugzeug.

 

Die Seneca (LTA) wird demontiert und stillgelegt. Es ist kein Ersatz geplant. Die CAP 10 (SAS) wird zum Verkauf ausgeschrieben und ab dem 1.10.2006 stillgelegt. Die Piper L-4 OXL steht unter dem neuen Besitz von Herr E. Blauenstein der Mieterschaft weiterhin zu den gleichen Konditionen zur Verfügung.

 

Der Verursacher des Hangarschadens an der KOI wollte zunächst für den Schaden in Höhe von rund Fr. 8000 nicht aufkommen. Er hat erwartet, dass die FSB diesen Schaden als Goodwill übernehmen werde. Dazu waren wir nicht bereit. Ohne Präjudiz haben wir auf die Geltendmachung des Schadens infolge Stillstands des Flugzeugs verzichtet, nicht aber auf die Reparaturkosten. Der Kunde findet das Verhalten der FSB nicht kulant und wird nicht mehr bei uns fliegen. So be it!

 

Unser bisheriges Versicherungspaket umfasste u.a. einen Rabatt bei Schadensfreiheit bei einem Selbstbehalt von Fr. 10000. Der Rabatt ist selbstverständlich verloren (zum Schaden der FSB und unserer Kunden)

 

Wir haben entschieden, die Versicherungskosten ohne Rabatt bei Schadensfreiheit und einem Selbstbehalt von Fr. 5000 abzuklären und gegebenenfalls die Versicherungen anzupassen. Wir werden Sie diesbezüglich auf dem Laufenden halten.

 

Trotz all dieser unerfreulichen Vorfälle, die uns zu Anpassungen zwingen, sind wir weiterhin gewillt, Ihnen gut gewartete Flugzeuge zu den Umständen entsprechend doch noch vernünftigen Preisen anzubieten.


 

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